Können Sie sich vorstellen, dass in der Automobilproduktion lediglich 80 Prozent der produzierten Fahrzeuge den Qualitätsvorgaben entsprechen? Sicher nicht. Weshalb also sollte man sich im Dienstleistungssektor mit solchen Quoten zufriedengeben? Gerade im Zuge der anhaltenden Imagediskussionen, der sich Call Center ausgesetzt sehen, rückt auch hier der Begriff (Dienstleistungs-) Qualität immer mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung. Das Ziel: „Made in Germany“ als Inbegriff einer Wertarbeit auch im Dienstleistungssektor zu etablieren. Was das bedeutet, damit setzt sich die kostenlose Broschüre „Dienstleistungsqualität I“ auseinander.
Für den kostenlosen Download der Broschüre klicken Sie bitte hier (PDF-Datei, 4 MByte).
Lange Wartezeiten bei Telefonanrufen, fehlende Informationen sowie mangelndes Know-how der Agents sind nur einige Beispiele dafür, dass der Ruf nach mehr Qualität in Call Centern nicht verstummt. Doch nicht nur die Branche setzt auf standardisierte Prozesse im Dienstleistungssektor. Auch die Bundesregierung will die Qualität im Call Center-Bereich regeln. Die Europäische Union plant, Abläufe in Call Centern europaweit zu zertifizieren. „Die Dienstleistung der Zukunft wird nur dann wirtschaftlich erbracht werden können, wenn die Abläufe in Call Centern kostenoptimiert abgewickelt werden“, ist sich Prozessspezialist Marcus Bolzhauser von der Bolzhauser AG sicher. Dazu gehört die Analyse und Anpassung produktionsbezogener Prozesse ebenso wie die detaillierte Betrachtung von vorgangsbezogenen Prozessen.
Die Wertschöpfung steckt in den produktionsbezogenen Prozessen
Innerhalb der produktionsbezogenen Prozesse werden das Leistungsmanagement, die Produktionsplanung und Steuerung, die Zeitwirtschaft und die Abrechnung umgestellt, dann das Leistungsdatenmanagement verbessert.
Wichtig ist, dass alle relevanten Kennzahlen, die das Unternehmen für seine betrieblichen Entscheidungen braucht, definiert und jederzeit aktuell abrufbar sind. Wie bei der industrivellen Fertigung wird die Produktion geplant und gesteuert.
Die Mitarbeiter sind dabei „Produktionsfaktoren“, die kosteneffizient eingesetzt werden. Beim Feintuning geht es darum, Soll-Ist-Abweichungen in der Planung auszugleichen. Alle Daten zur Abrechnung und Steuerung der Call Center Agents müssen erfasst werden.
Kennzahlen sind wichtige Indikatoren, um kostengünstig qualitativ gute Dienstleistungen zu erzielen: Servicelevel, Produktivität, Planungs- und Steuerungsgüte, Verkaufsquote, Prozesszeiten oder Anwesenheitszeiten sind solche Leistungsdaten.
Alle Prozesse werden standardisiert und dokumentiert. Eigens dazu geschulte Mitarbeiter prüfen in regelmäßigen Abständen, inwieweit diese Prozesse eingehalten werden und passen sie an die Unternehmenssituation an.
Während bei der Produktion von Sachgütern ein konstanter Qualitätsbegriff festgelegt werden kann, fällt dies bei Dienstleistungen schwer. Hier weicht der Prozess oft von der Norm ab, was an äußeren Umständen oder auch am Kunden selbst liegen kann. Die Lösung ist der sogenannte kybernetische Qualitätskreislauf.
Dabei wird im ersten Schritt ermittelt, welche Anforderungen der Kunde an die Dienstleistung im Call Center stellt. Daraus wird die Qualitätsdefinition abgeleitet, die in die Planung und Konzeption der Dienstleistungsprozesse einfließt.
Einsparungen erfordern klare Vorgaben
Die vorgangsbezogenen Prozesse beinhalten beispielsweise Anfragen von Anrufern, Änderungen in den Adressen und die Annahme von Aufträgen. Aber auch Einwände der Anrufer zu Rechnungen und das Beschwerdemanagement gehören dazu.
Kunden- und Lieferantenbeziehung zwischen Auftraggeber und Dienstleister werden klar definiert und geregelt. Welche Dienstleistung ist zu erbringen? Was gilt es hinsichtlich der Qualität zu beachten? Welcher Servicelevel soll erbracht werden? Welche Durchlaufzeiten gilt es einzuhalten? Wie erfolgt das Reporting, wie die Abrechnung?
Viele Auftraggeber formulieren unklare Vorgaben, welche konkreten Dienstleistungen vom Call Center zu erbringen sind. Nicht selten übergibt der Auftraggeber unstrukturierte Aufträge und hofft, in kürzester Zeit vom Dienstleister durchgestylte und optimierte Lösungen zu erhalten. Dies ist ein Trugschluss. Der Outsourcingpartner kann Dienstleistungen oft kostengünstiger erbringen als der Auftraggeber und Abläufe rationalisieren. Die Prozesse bleiben aber davon unberührt. „Werden diese Prozesse organisiert, strukturiert und dokumentiert und alle Mitarbeiter dazu geschult, sinkt die Bearbeitungszeit. Bis zu zehn Prozent der Kosten können hier eingespart werden“, erläutert Marcus Bolzhauser.
Mehr Informationen und Anregungen zur Erreichung einer hohen Dienstleistungsqualität lesen Sie in der kostenlosen Broschüre.
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